Es gibt eine absolute oder auch ganzheitliche Wahrheit und unendlich viele
relative Wahrheiten. Mit den relativen Wahrheiten können wir uns schnell
in der Unendlichkeit verlieren und drehen uns oft im Kreis. Für jede beliebige
Aussage gibt es immer ein plausibles Gegenargument. Unsere Sicht der Wahrheit
hängt auch sehr stark vom bisher erworbenen Weltbild, Wissen und Bewertungen ab.
Oftmals wird relatives zur absoluten Wahrheit erhoben, das macht es aber
noch nicht zur absoluten Wahrheit. Bei der Erkenntnissuche springen
wir auch leicht in das andere Extrem. Doch das Gegenteil einer
Halbwahrheit ist meist nur die andere Halbwahrheit.
Wie finden wir also die absolute Wahrheit?
In dieser relativen Realität gibt es nichts Absolutes. Es gibt keine absolute Ruhe,
keine absolut gerade Linie, keinen exakt runden Kreis, keine absolute Dunkelheit,
keine absolute Präzision, keine absoluten physikalischen Größen.
Das Absolute ist jenseits dieser Realität. Es ist die Idee hinter den Dingen.
Es ist der Urgrund allen Seins. In dieser relativen Realität sehen wir
die Wirkungen einer absoluten Realität. Alles Relative hat
einen Bezug zum Absoluten.
Wenn alles Relative (materielle Universen, Raum, Zeit) aus dem Absoluten
hervorgegangen ist, dann müssen wir Quellen suchen, die aus
dem Absoluten kommen und uns wieder dort hin führen.
Dafür sollten wir die ursprüngliche Idee hinter den Dingen wieder entdecken!
Ich bin der Überzeugung, dass auf der Erde auch Wissen verfügbar ist, dass
diesem Anspruch gerecht wird. Es sind die Erkenntnisse der Forschung, dem
ganzheitlichen Denken, dem Mysterienwissen aller alten Kulturen, dem
mystisch offenbarten Wissen, Weisheiten des Lebens und vor
allem die Schriften der wedischen Hochkultur.
Je näher wir der absoluten Wahrheit kommen, desto mehr Menschen
können wir erkennen, die nicht mehr suchen, sondern
schon gefunden haben und die Wahrheit leben.
Die Ausdrucksformen der Wahrheit sind
wärmendes Licht und reine göttliche Liebe.
Die Wahrheit erkennen wir auch immer daran, dass sie sehr einfach
ist. Alles was kompliziert erscheint, hat der Mensch um diese
Einfachheit gekleidet. Jedem der es wirklich möchte, öffnet sich
das Tor der Wahrheit. Auch gerade jenen, die nach
gesellschaftlichen Maßstäben aus dem Rahmen
fallen oder besondere Fähigkeiten haben.
Wir können die Wahrheit im Leben, in den Naturabläufen, von
anderen Menschen und auch in Schriften erfahren. Jeder sollte
seinen Weg für die innere Offenbarung der Wahrheit finden.
Wahrheitssuche über externe Quellen
Wie kann ein Blinder einen anderen Blinden führen?
Werden sie nicht beide in den Abgrund stürzen?
Lukas 6,39
Wenn du die Wahrheit erkennen möchtest, schaue aufmerksam in die Natur!
Schaue auch alles an, was dich umgibt und was dir begegnet.
Die Schöpfung redet immer mit uns, wenn wir aufmerksam sind.
Wir erhalten GedankenImpulse aus allen möglichen Quellen. Damit wir
der absoluten Wahrheit näher kommen, sollten wir die Erkenntnisse aus
unseren Quellen immer gut hinterfragen. Damit wir uns wieder an den
Ursprung und unsere Herkunft erinnern, kann der Austausch mit anderen
Menschen, die schon vor uns Weisheit erlangt haben, sehr hilfreich sein.
Ein Guru ist ein spiritueller Meister, der uns auf dem Weg
von der Dunkelheit ins Licht ein Stück begleitet.
Er ist ein VorBildLebender und hilft uns bei der Selbst-Erkenntnis
und beim Erkennen von Gott. Wenn sich jemand als ein Guru oder
mit ähnlichen Begriffen bezeichnet, dann sollten wir immer
gut prüfen, ob er diese Aufgabe auch wirklich erfüllt.
GU (Dunkel, Dunkelheit) → RU (Hell, Licht)
Ein echter Guru gibt den Menschen nicht nur Wissen, er vermittelt
ihnen Werkzeuge und Weisheit. Er macht niemanden abhängig, sondern
lehrt Selbst-Erkenntnis, Selbst-Befreiung und Eigen-Verantwortung.
Ein echter Guru bezeichnet sich nicht als Guru oder Meister, er
verkörpert dies einfach. Er sieht sich auch niemals an der Spitze,
sondern als relatives Individuum, das Gott als VorBild dient.
Heilige sind Menschen, die uns den Glauben an Gott leichter machen.
Wahrheitssuche in uns
Unsere Selbsterkenntnis beziehen wir nicht ausschließlich aus
externen Quellen. Jeder von uns hat ein ganz individuelles Talent,
das er nirgendwo da draußen finden wird. Wir finden dies vor allem
in uns selbst, in dem wir in die Stille gehen und nach innen schauen.
Wenn wir dann bewusst im Außen leben, können wir unser wahres Selbst
immer mehr erfahren. Wenn wir intuitiv unserem Weg folgen,
erkennen wir immer mehr, was gut und richtig ist.
Ist die äußere Wirklichkeit real oder nur eine Illusion?
GedankenSpiel: Ist unser Leben nur ein Spiel oder ein großer Traum?
Was wäre, wenn alles was wir wahrnehmen nur in einer Wahrnehmungs-Blase
um uns herum stattfindet. Dann befände sich in unserer Realität gerade
nur das, was wir direkt wahrnehmen und alles, was direkt um
uns herum geschieht - Hier und Jetzt.
Die Erde als Planeten gäbe es dann nicht, nur der Boden direkt unter
uns wäre wahrnehmbar. Menschen oder Wesen die gerade nicht
da sind, wären dann gerade gar nicht real vorhanden.
Wir hätten nur die Annahme oder Überzeugung, dass
diese gerade irgendwo sein müssen.
Selbst unser Körper wäre nur dann da, wenn wir uns bewusst
auf diesen konzentrieren. Gegenstände wären nur da, wenn wir sie
direkt wahrnehmen - Gedanken daran wären nur innere Abbilder davon.
Alles wäre nur eine Erscheinung, die sich von einer höheren Realität
her nach bestimmten Gesetzmäßigkeiten in unserer begrenzten
Wirklichkeit ausdrückt. Alles nur Infos und Erfahrungen, die
wir als Wesen in dieser Wahrnehmungs-Blase machen. Damit wären
auch alle Weltbilder hinterfragenswert, die wir mit dem Verstand
erdenken können. Selbst die gut belegten Forschungsergebnisse der
Wissenschaft oder objektive Annahmen über die Welt wären dann nur für
die Menschen richtig, die sich damit identifizieren und diese beachten.
Menschen mit anderen Weltbildern und tiefgreifend anderen Glaubensmustern
könnten dann vielleicht auch die äußere Realität und die Gesetze ändern,
z. B. die Gravitation aufheben oder ohne Augen sehen.
Unsere individuelle Welt (Wahrnehmungs-Blase) wäre dann
auch sehr vom inneren Sein abhängig!
Die Verantwortung für die eigene Welt und Lebenslage läge
vollständig bei jedem selbst!
Wir könnten außen nur das erfahren, was
auch innen schon als Keim in uns liegt.
Wahrnehmung - Wahrheit nehmen
Wie Wahrnehmung und unser Gehirn funktionieren,
wird sehr schön in den Sendungen von BRalpha mit dem
Hirnforscher Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer erklärt.
Sendungen - Geist und Gehirn
Experimente aus der Quantenphysik haben längst belegt, dass es keine
objektive Realität außerhalb von uns gibt. Alle Beobachter stehen immer
in Wechselwirkung mit den verschiedenen Schöpfungen und beeinflussen diese.
Einige Schöpfungen sind jedoch relativ lange stabil. So entsteht für
unseren Verstand die Illusion einer objektiven Realität, von der
wir glauben, dass sie unabhängig von unserem Wirken existiert.
Realität → Sinne → Wahrnehmung → Abbild
im Menschen (Bewertung u. Speicherung)
Unsere Sensoren/Sinnesorgane, welche die äußere Realität aufnehmen,
sind sehr eingeschränkt. Wir nehmen z. B. nur einen geringen
Teil des Lichtspektrums auf und auch die anderen Sinne
funktionieren nur in einem begrenzten Bereich.
Bei der Wahrnehmung nimmt der Mensch als Ganzes äußere Reize wahr, die
durch eine Vielzahl von Filter gehen und ein Abbild der Realität erzeugen,
dass dann in unser Bewusstsein gelangt. Dieses Abbild ist nicht die
Realität, sondern eine sehr unvollkommene Kopie davon.
Übung für die Selektive Wahrnehmung:
Zähle, wie oft die Spieler der weißen Mannschaft
in diesem Video 1 untereinander den Ball werfen.
Hast du die Pässe richtig gezählt?
Hast du sonst alles wahrgenommen?
Versuche es in diesem Video 2 erneut.
Hast du hier alles wahrgenommen?
Es erfolgt immer eine Zensur der empfangenen Sinneswahrnehmung.
Die real empfangene Datenmenge wäre sonst mit dem Verstand gar nicht
verarbeitbar. Wir glauben nicht das was wir sehen, sondern sehen nur
das was wir glauben. Unser aktuelles Weltbild bestimmt, wie wir
unsere Erlebnisse interpretieren. Es beruht auf Erfahrungen,
alten Interpretationen oder Fehlinterpretationen,
alten Denkmustern und Bewertungskriterien, Gefühlen, Emotionen usw.
Alle Menschen sind verschiedene Wege gegangen und alle haben
unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Jeder sieht - mit etwas
anderen Augen und verarbeitet das Gesehene anders. Deshalb bildet
sich für jeden individuell, ein Wissen und ein Glauben heraus.
Glauben und Wissen sind in der Tat sehr relativ.
In letzter Konsequenz gilt:
Glauben können wir alles, wissen können wir nichts!
Für den Verstand gibt es also gar keine objektive
Realität, es gibt nur relative Realitäten.
Die absolute Realität finden wir jenseits von
Raum und Zeit, in unserer Seele, bei Gott.
Diese ist unabhängig von den Sinnen, dem Körper und seiner Wahrnehmung.
Mit Intelligenz und dem Verstand können wir sie maximal erahnen.
Wie wir denken und denken sollten?
Gegenüber den meisten anderen Lebensformen können wir
unterscheiden und zwischen verschiedenen Möglichkeiten wählen.
Deshalb kann unser Denken Fluch oder Segen sein.
Damit wir die Wahrheit erkennen, ist es wichtig, wie wir denken
und für welches Weltbild wir uns entscheiden. Umso besser das
Weltbild, desto umfassender können wir erklären, was geschieht.
Ein Weltbild, das in Grenzgebieten oder bei Anomalien
versagt, sollte gut hinterfragt werden.
In den westlichen Ländern ist momentan ein sehr einseitiges
rationales Denken die Regel, das im wesentlichen
über die linke Gehirnhälfte läuft.
Unser Denken basiert auf einer ausschließenden Logik. Die gesamte
Wissenschaft baut darauf auf. Aus ihr folgt die Bewertung in
Menge/Quantität (linke Gehirnhälfte).
Wir bewerten damit alles: gut/schlecht, ja/nein,
stärker/schwächer, heller/dunkler etc.
In diesem Denksystem fehlt die Qualität (rechte Gehirnhälfte).
In einem vollkommenen, ganzheitlichen Denksystem verschmelzen
Quantität & Qualität harmonisch und bilden eine Einheit.
Das Herz-Gehirn hat die Regie und die beiden Gehirnhälften
im Kopf arbeiten im Einklang. Das alte einseitige Denken
sollten wir hinter uns lassen. Im neuen Denksystem
sollten wir bei unseren Ent-Scheidungen immer
öfter auf das Intuitive, die Gefühle und die
Emotionen achten, die wir bei der jeweiligen
Angelegenheit haben. Es hilft auch, wenn
wir das BewusstSein auf das Herz richten.
Quantität - Menge, Anzahl, Häufigkeit
Qualität - Beschaffenheit, Merkmal, Eigenschaft, Zustand
Die folgende Tabelle zeigt schematisch die Arbeitsweise im Großhirn.
Einige Punkte könnten sicher auch anders eingeordent werden.
Diese tabellarische Darstellung ist ein Versuch der
modellhaften Beschreibung von diesem ganzheitlichen Thema.
Der Körper besteht aus vielen Teilen, die nicht getrennt voneinander
betrachtet werden können. Das Gesamtsystem Mensch sollte nicht auf
EinzelTeile wie GehirnHälften reduziert werden, denn dann sind
wir schon wieder in einem einseitigen VerstandesDenken.
Es finden noch viele andere WechselWirkungen statt. Es denkt
nicht nur das Gehirn, sondern auch der Rest des Nervensystems,
das Herz, die Organe, Drüsen, Zellen, Mikroorganismen etc.
Denken findet somit im Körper als Ganzes statt, was Wahrnehmung,
EnergieAusdruck und Fühlen erst möglich macht. Ich würde sogar
soweit gehen, dass WechselWirkungen, Wahrnehmung und Leben im
Allgemeinen über die Grenzen des Körpers hinaus gehen. Dies kann
über Felder teilweise schon gemessen werden. Es könnte sogar sein,
dass Lebewesen mit anderen Dimensionen in Verbindung stehen. Da die
Wissenschaft weitestgehend in einem einseitigen Denken fest sitzt, ist
sie blind für Beweise in diese Richtung. Nach den Veden und anderen
Überlieferungen ist ein mehrdimensionaler Mensch die Realität und wir
stehen über Chakren mit den anderen Dimensionen in Verbindung. Die
nicht-materielle Seele bzw. die Überseele im Herz-Chakra sammeln
die gewonnenen Erfahrungen. Finden wir hier die
Realität, das BewusstSein und Gott?
Betrachten wir die Vielzahl der Lebewesen oder auch die Menschen
verschiedenener Kulturen und in verschiedenen Zeiten, dann
fällt auf, dass individuell, jeder ein wenig anders denkt.
Es gab Zeiten, da wurde mehr in Bildern und Analogien gedacht.
Deshalb können wir viele alte Kulturen und deren Überreste
mit unserem heutigen Denken kaum noch verstehen.
Es sind auch ganz andere Arten des Denkens vorstellbar und
wir sollten nicht von unserem Denken auf das der anderen schließen.
Wir sollten viel mehr, offen sein wie die Kinder und uns immer
mehr in andere Wesen hineinfühlen. Denn nur so kann sich ein
ganzheitliches Verständnis für die Wahrheit enwickeln.
Das was du als Wahrheit empfindest, ist für andere oft
eine ganz andere Wahrheit. Deshalb sollen wir auch
nicht über die Wahrheit diskutieren.
Lebe ein Leben der Liebe, Gleichmut und Barmherzigkeit
und empfinde dich als Teil des Ganzen. Dadurch wird deine
Wahrnehmungsfähigkeit erweitert und du kannst immer besser
erkennen, was wirklich Realität und Wahrheit ist.